Hundeschwimmen nicht gleich Hundebaden!

Hundeschwimmen soll unter Ausnutzung der Tragkraft des Wasser sowie des Wasserwiderstandes, schonend Muskeln aufbauen. Hundebaden ist das Toben im oder ins Wasser. Beim ernsthaften Wassertraining sollte der Trainer neben dem Hund stehen und den Hund führen. Dies geschieht natürlich zum einen um dem Hund Sicherheit zu geben zum anderen auf ein kontrolliertes Schwimmen zu achten. Der Hund alleine im Wasser, liegt im hinteren Bereich relativ tief im Wasser und schwimmt bevorzugt mit den Vorderbeinen. Das ist anstrengend und führt statt zu entspanntem Muskeltraining eher zu eine Verspannung der Rückenmuskulatur. Die Hinterbein und die Rute dienen dem Hund zum Lenken. Damit wird auch klar, dass es im Training absolut sinnvoll ist, dem Hund eine angepasste. Schwimmweste anzuziehen damit der hintere Teil entlastet wird . Gleichzeitig soll der Trainer darauf achten, dass die Hinterläufe schöne Schwimmbewegungen machen, bzw. Ihn dazu zu ermutigen Die Beine tatsächlic zu bewegen. Beachtet man die Vorderbeine wird man sehen, dass der Hund durch die fehlende Bodenhaftung die Schultergelenke enorm weit bewegen kann, vorausgesetzt die Schwimmfeste erlaubt ausreichend Bewegungsfreiheit. Durch die Dehnung des Schultergürtels erreichen wir auch eine Dehnung der Halsmuskulatur sofern der Hund nicht mit überstreckter Halswirbelsäule schwimmt. Auch hier ist der Trainer gefordert dem Hund ausreichen Halt zu geben um das zu verhindern.

Kommen wir nun zu den Eigenschaften des Wassers! Beginnend mit der Temperatur. Ein zu kaltes Wasser führt zu einer Verengung der Blutgefäße, dadurch werden die Muskeln nur schlecht mit Sauerstoff versorgt und damit ist ein guter Stoffwechsel nicht gewährleistet. Folge ist ein deutlich geringerer Trainingserfolg. Im schlimmsten Fall führt dies zu einer äußerst schmerzhaften Wasserrute. Das heißt durch die Unterkühlung wird die Rute nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt und es kommt zu einer Lähmund. Diese verschwindet wieder indem man durch Wärme , z.B. einer Rotlichtlampe die Durchblutung wieder anregt. Klingt einfach tut dem Hund aber höllisch weh.

Kommen wir zum Wasserwiderstand. Der Widerstand des Wassers ist höher als der der Luft. Das bedeutet für die gleiche Bewegung brauche ich mehr Kraft im Wasser als In derLuft. Damit ist der zusätzliche Trainingseffekt des Wassers zu erklären.



Letztlich die Tragkraft des Wassers. Durch die Verdrängung des Wassers durch den Körper wird dieser getragen. Dieses „Schweben“ im Wasser erleichtert dem Hund das Bewegen, da er sein Eigengewicht nicht voll mitbewegen muss. Mit einer Schwimmweste kann ich diesen Effekt noch deutlich unterstützen.

Nun noch eine Anmerkung! Bei den Hunden die Probleme mit den Knien haben, wo im Training auf eine Verbesserung des Knorpels gehofft wird, ist die das Schwimmen deutlich weniger sinnvoll als das Unterwasserlaufband. Um den Knorpel zu verbessern braucht es den Bodendruck. Schwimmen trainiert die umliegende Muskulatur des Gelenks und verbessert so die Tragkraft was gelenkentlastend wirkt. Die Struktur des Gelenks wird zwar besser durchblutet, aber um Knorpel aufzubauen braucht es Druck. Rückenmuskulatur und Schultermuskulatur werden mit Schwimmen besser erreicht als um Laufband, weil die Bewegungsfreiheit der Muskeln, besonders auch der tiefen Muskulatur deutlich größer ist.

Ich hoffe, dass mit diesem kleinen Blogartikel klar geworden ist, dass der kleine Workshop im See ohne Schwimmweste kein seriöses Schwimm-bzw. Fitnesstraining ist, sondern eine lustige Badeeinheit.

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